Aktuelles

So 24.03.2019 11:17

Ein weitere Mosaikstein in der Automobilausstellung fertiggestellt

Im Museum automobile welt eisenach wurde jetzt ein weiteres Element im Ausstellungsmodul "IFA-Zeit von 1952 bis 1965" fertiggestellt. So wurde in der chronologischen Ausstellung zwischen dem EMW 340 aus dem Jahr 1952 und dem IFA F9 aus dem Jahr 1953 eine Motorenwand eingefügt, die die beiden unterschiedlichen Antriebsaggregate zeigt.
Die Übernahme des Eisenacher Automobilwerks in das Volkseigentum und der Beginn der IFA-F9 Fertigung stellt den stärksten Bruck in der hiesigen Automobilgeschichte dar, da ab diesem Zeitpunkt der Zweitaktmotor in Eisenach gefertigt wurde. Die Gegenüberstellung des Sechszylinder-Motors des EMW 340 und des viel kleineren F9 - Motors stellt anschaulich dar, warum die damals ungeliebte Übernahme des Zweitaktmotors aus Zwickau erfolgte. Die DDR sah im Wettbewerb mit der Bundesrepublik den Erfolg des dortigen Volkswagens und wollte mit einem kleinen, kostengünstigen Fahrzeug auch die Massenmotorisierung im Osten schaffen. Dazu waren die großen Fahrzeuge mit ihren Sechszylindermotoren aus der Vorkriegsära nicht geeignet.
Die jetzt geschaffene Gegenüberstellung der beiden Antriebsmotoren zeigt augenscheinlich, dass von dem größeren Motor auch auf die Herstellungskosten geschlossen werden konnte. Kostete doch ein Zweitaktmotor zur damaligen Zeit nur ein Drittel der Herstellungskosten des vorhergehenden Viertaktmotors.
Dass dann allerdings der einst als Übergangsvariante gedachte Zweitaktmotor in Eisenach noch 35 Jahre in Serie blieb, ist eine Tragik der DDR-Geschichte.
Mit der Herstellung des Ausstellungselements mit diesen 2 Motoren ist die Umgestaltung des ersten Raums im Automobilmuseum an den Fensterfronten abgeschlossen und die Besucher können nun die vollständige Geschichte zu diesem Zeitraum selbsterklärend nachvollziehen. Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln und Rücklagen der Stiftung Automobile Welt Eisenach.

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So 17.03.2019 12:36

Fachtagung im Automobilmuseum

Im Automobilmuseum trafen in sich der letzten Woche 75 Automobilhistoriker, Motorjournalisten und Oldtimerfreunde zum Symposium des "Forums für Fahrzeuggeschichte - F-kubik". Die dreitägige Fachtagung stand unter dem Thema: "Techniktransfer - Wege über die Grenzen - Grenzen im Weg". Eisenach mit seiner langen Automobilgeschichte und vielfältigen europäischen Verflechtungen bot sich als Standort für dieses Thema geradezu an. Schließlich begann die Eisenacher Fahrzeugfertigung 1898 mit einer französischen Decauville - Lizenz und der Urahn des kleinen Dixi war ein englischer Austin Seven. Dies war ebenso Inhalt von Fachvorträgen, wie die Themen der internationalen Verflechtungen von BMW, die osteuropäischen Lizenzfertigungen von Fiat oder die Ikarus-Bus-Geschichte. Neben der Besichtigung des Automobilmuseums und des Fundus in der Ostkantine unternahmen die Teilnehmer auch eine Werksbesichtigung des BMW Werks in Krauthausen, und das standesgemäß mit zwei Oldtimer-Bussen.
Der Veranstalter des Symposiums, das Forum für Fahrzeuggeschichte, ist eine 2001 gegründete Gruppe von Autoren, Verlegern und Buchhändlern aus dem Bereich der Verkehrs- und Technikgeschichte, die alle zwei Jahre mit solchen Fachtagungen an unterschiedlichen Orten den Erfahrungsaustausch mit Zeitzeugen, Historikern und allen Freunden der Automobilgeschichte sucht.

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Die Thüringer Allgemeine berichtet auch darüber. Hier zu lesen:

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So 03.03.2019 16:49

Sonderausstellung "100 Jahre Hans Fleischer" eröffnet

Im Anschluss an die Festveranstaltung zum 100. Geburtstag von Hans Fleischer wurde im Automobilmuseum die Sonderausstellung "100 Jahre Hans Fleischer - der Eisenacher Karosserie-Designer" eröffnet.
In der Sonderschau sind neben den Fahrzeugen der Typen EMW 340-2, Wartburg 311-0, 313-1,353 und 355 erstmalig auch eine Vielzahl von Holz- und Plastilin-Modellen im Maßstab 1:10 und 1:5 zu sehen, die leider niemals gebaut wurden.
Ergänzt wird die Sonderausstellung mit Privatgegenständen und Arbeitsgeräten von Hans Fleischen, sowie mit einem Einblick in seine Tagebücher, die er ab dem 10. Lebensjahr geführt hat. Auf einem Bildschirm sind weitere Fahrzeuge zu sehen, deren Formgestaltung alle einst durch Hans Fleischer geschaffen wurden.
Die Sonderausstellung in der 1. Etage im Automobilmuseum ist bis zum 31.Oktober 2019 geöffnet und Bestandteil des Museumsrundgangs.

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So 03.03.2019 16:28

Festveranstaltung "100 Jahre Hans Fleischer"

Anlässlich seines 100.Geburtstags würdigte die Stiftung Automobile Welt Eisenach mit einer Festveranstaltung das Leben und Wirken des Eisenacher Karosserie-Designers Hans Fleischers. Kein anderer prägte so nachhaltig die Formgestaltung der Eisenacher Automobile nach dem 2. Weltkrieg.
In seinem Festvortrag ließ der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Automobile Welt Eisenach, Lars Leonhardt, das Leben von Hans Fleischer mit vielfältigen Bildern aus dem privaten Familienarchiv Revue passieren. Der in 1919 in Eisenach geborene Hans Fleischer besuchte schon in seiner Jugendzeit die Eisenacher Zeichenschule und so wurde man bei BMW schon zu seiner Lehrzeit als Maschinenschlosser auf ihn aufmerksam und setzte ihn in der Konstruktionsbüro ein. Der 2. Weltkrieg mit fast 6 jähriger Militärzeit und Gefangenschaft beraubte ihn aber eines Großteiles seiner Jugend. Ab 1947 bis zu seiner Pensionierung 1984 arbeitet er dann im Eisenacher Automobilwerk. Neben der Gestaltung des BMW 340 gehörte der Wartburg 311 als Limousine, sowie mit seinen Karosserievarianten Camping und 313-Sport zu den Höhepunkten seines Lebens, ebenso, wie der legendäre Wartburg 353, der 22 Jahre in Eisenach produziert wurde.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen erfolgte ein guter Einblick in das Leben und die Kreativität dieses genialen Formgestalters. Unter der Moderation der Eisenacher Journalistin Katja Schmidberger schilderten sein Sohn Gerald Fleischer und seine Arbeitskollegen Manfred Dempwolf, Ulrike Reinhold, Eberhard Heinig und Prof. Erich John Hans Fleischer als einen ruhigen besonnenen Menschen und kreativen Arbeiter. Durch den ehemaligen Chefredakteur der Zeitschrift KFT-Kraftfahrzeugtechnik, Knut Böttcher, und den ehemaligen Leiter des Amtes für Formgestaltung der DDR, Peter Altmann, wurde unstrittig die Urheberschaft von Hans Fleischer für den Wartburg 353 bestätigt.
So erlebten die 120 Gäste im Ehrhardt-Saal des Museums automobile welt eisenach einen hautnahmen Einblick in ein Stück Zeitgeschichte des Eisenacher Automobilbaus.

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Mi 27.02.2019 18:46

Einladung zur Festveranstaltung

Hiermit laden wir alle Interessierten und Freunde des Eisenacher Automobilbaus zu unserer Festveranstaltung



"100 Jahre Hans Fleischer - Der Eisenacher Karosserie-Designer"

am Freitag, den 1. März um 19.00 Uhr

in den Erhardt-Saal im Automobilmuseum
Friedrich-Neumann-Straße 10, 99817 Eisenach,


recht herzlich ein.

Die Einladung finden Sie hier:
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