Aktuelles

Mi 16.08.2017 16:09

Start zum Bau eines neuen Moduls im Automobilmuseum

Wegbrechen einer BrüstungsmauerMit einem gemeinsamen Einsatz des Allgemeinen Wartburgfahrerclubs Eisenach und des Vereins Automobilbau-Museum starten die Arbeiten zur Errichtung eines neuen Moduls im Automobilmuseum. Künftig soll im Museum automobile welt eisenach im Erdgeschoss neben der zeitgenössischen DDR-Garage eine historische Dixi-Werkstatt aus den 1920er Jahren einen Einblick in die Fertigung und Reparatur von Automobilen zu Beginn des 20 Jahrhunderts geben. Dazu hatte der Verein Automobilbau-Museum schon vor 20 Jahren die historischen Werkzeugmaschinen mit Transmissionsriemenantrieb aus einer ehemaligen Dixi-Vertragswerkstatt aus Sonneberg gesichert. Die Maschinen waren zwischenzeitlich vom Lehrlingen innerhalb des Bosch-Ausbildungsverbunds restauriert worden und sollen nun bis Ende Oktober im Museum eine neue Heimat haben.
Mit großen Engagement gingen die ehrenamtlichen Helfer beider Vereine ans Werk und halfen dabei mit vollen körperlichen Einsatz eine Brüstungswand wegzubrechen und Vorbereitungen im Keller zu schaffen. Damit können jetzt die weiteren Aufbauarbeiten für die bisher nur im Modell existierende Werkstatt umgesetzt werden kann.

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Mi 26.07.2017 08:38

Automobilmuseum am Montag, den 31.Juli 2017 geöffnet!

Anlässlich des in Eisenach stattfindenden 117. Deutschen Wandertags verzichtet das Museum automobile welt eisenach am Montag, den 31. Juli 2017 auf den Schließtag und ist an diesem Tag für alle Besucher geöffnet!
Das Automobilmuseum ist auch Wandertagsplakettenpartner des Deutschen Wandertags. Damit können alle Inhaber einer Wandertagsplakette an den Tagen vom 26. bis 31. Juli 2017 das Museum zum Vorzugpreis von 3,50 € besichtigen und so auch eine Wanderung durch die Geschichte der deutschen Automobilindustrie unternehmen.
Neben den Wanderern sind natürlich sind an allen Tagen alle Besucher herzlich willkommen!
Sa 22.07.2017 10:50

Trafo-Haus wird zur Werbung für das Automobilmuseum

Nordseite mit Wartburg-Elektro-Droschke 1900Seit letzter Woche wirbt das Trafo-Haus am Ehrhardt-Platz für das Museum automobile welt eisenach. Der Eisenacher Graffiti-Künstler Max Kosta gestaltete darauf auf allen vier Seiten ein Kunstwerk, das eben auch ein Stück Eisenacher Fahrzeuggeschichte erzählt.
So ist auf der nördlichen Wand eine Wartburg-Elektro-Droschke aus dem Jahr 1900 dargestellt, die als erste eigene Fahrzeugentwicklung aus Eisenach gilt. Zwischen 1898 und 1902 fertigte man in Eisenach sieben verschiedene Wartburg-Fahrzeugtypen mit Elektromotor. Von der dargestellten Elektro-Droschke liefen nachweislich 18 als Taxis in Düsseldorf. Eine riesiger 76 V-Bleiakku unterhalb der Kutsche trieb einen 4,5 PS starken Elektromotor an, und damit konnten damals schon 40-70 km Fahrstrecke zurückgelegt werden.
Auf den anderen Seiten des Trafo-Haus sind als heutige aktuelle Elektrofahrzeuge ein Opel Ampera und ein BMW i 3 dargestellt, denen man auch schon vereinzelt im Stadtverkehr begegnen kann. Mit dem farbefrohen Anblick wurde ein Schandfleck mit illegalem Graffiti bewusst mit Graffiti-Kunst beseitigt. Damit hat Max Kosta auch ein Zeichen gesetzt, das Graffiti als Kunst eine Bereicherung im Stadtgebiet sein kann.
Finanziert hat dies die Eisenacher Versorgungs-Betriebe GmbH (evb), die als regionaler Energieversorger im Stadtgebiet von Eisenach heute schon das dichteste Netz von Aufladesäulen für moderne Elektrofahrzeuge in Thüringen betreibt.

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Fr 07.07.2017 14:28

Luthertour im Oldtimer

Luthertoeur mit OldtimernAm letzten Wochenende legten 13 Old- und Youngtimer einen Stopp am Automobilmuseum ein. Es handelte sich dabei um 23 Mitglieder der evangelischen Erwachsenenbildungswerks Westfalen Lippe, die mit ihren Autos anlässlich des Reformationsjubiläums unterwegs in Thüringen waren. Nach dem Besuch der Wartburg stand ein ausführlicher Rundgang durch das Museum automobile welt Eisenach auf dem Programm. Besonders interessierten sich die nordrhein-westfälischen Oldtimerfreunde für die Geschichte von Austin und BMW, da Fahrzeuge dieses Typs mit auf der Tour waren.
Zum Abschluss der Pilgerfahrt auf Luthers Spuren überreichte der Leiter für politische Bildung der Ev. Kirche von Westfalen, Felix Eichhorn, eine Spende von 300 € für ein soziales Projekt an die Eisenacher Kinderbürgermeisterin Annette Backhaus. Das Geld wird in das Projekt "Zirkus in der Platte" für Kinder in Eisenach Nord einfließen.

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Do 22.06.2017 22:17

Vortrag zur Zwangsarbeit bei BMW im 2. Weltkrieg

Die Historikerin Jessica Elsner aus Eisenach bei ihrem VortragUnter den Titel "Buchenwald war auch hier" setzte die Stiftung Automobile Welt Eisenach die geschichtliche Vortragsreihe im Automobilmuseum fort. Dazu referierte die Historikerin Jessica Elsner zum Thema Einsatz von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen im Eisenacher BMW-Flugmotorenwerk. Dabei konnte sie den Zuhörern im Ehrhardt-Saal als Ergebnis ihrer jahrelangen Forschungsarbeiten, einen detaillierten Blick in die düstere Zeit der Zwangswirtschaft im 2. Weltkrieg in Eisenach vermitteln. Allein in Eisenach gab es 5 Lager wo bis zu 3500 ausländische Zwangsarbeiter zur Rüstungsproduktion bei BMW gezwungen wurden. Als dunkelster Höhepunkt des menschenverachtenden Systems gilt dann 1944 die Einrichtung des KZ-Außenlagers Emma direkt auf dem Werksgelände des BMW-Flugmotorenwerkes. Anschaulich wurde auch das staatliche Funktions- und Leitungssystem offengelegt und mit Zahlen ebenso untersetzt, wie das Schicksal vieler ausländischer Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen.
Museumsleiter Matthias Doht betonte, dass sich das Automobilmuseum nicht nur als Auto-und Technikmuseum versteht, sondern ein Geschichtsbild zu allen Zeitepochen und sozialen Bedingungen vermitteln will. Dazu gehört auch das Bekenntnis zu den düsteren Etappen in der Eisenacher Automobilgeschichte

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