Aktuelles

Di 11.09.2018 14:19

Traditionelles Oldtimertreffen zum Tag des offenen Denkmals in Eisenach

Auch in diesem Jahr fand die Eröffnung zum bundesweit begangenen Tag des offenen Denkmals, wieder in der Ostkantine des ehemaligen Automobilwerks statt. Flankierend zur Eröffnungsveranstaltung in dem denkmalgeschützten Industriebau fand auf dem Freigelände zwischen Ostkantine und Automobilmuseum nun schon zum dritten Mal ein marken- und typenoffenes Oldtimertreffen statt. Der gemeinsamen Einladung vom Verein Automobilbau-Museum Eisenach und der Stiftung Automobile Welt Eisenach waren über 200 historische Fahrzeuge vom Moped und Motorrad über die unterschiedlichsten Pkw- Typen bis zum großen Lkw gefolgt. In entspannter Atmosphäre konnten bei Bier und Fassbrause nicht nur die vielfältigsten Benzingespräche geführt werden, es kam auch immer wieder zu persönlichen Begegnungen mit ehemaligen Eisenacher Automobilwerkern und Zeitzeugen. Das Essen wurde standesgemäß aus einer historischen Militär-Feldküche serviert und auf der Galerie der Ostkantine servierten die Frauen des Vereins Automobilbau-Museum Kaffee und schmackhaften selbstgebackenen Kuchen.
Als besondere Attraktion führte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Böhnhardt zweimal täglich durch die in diesem Jahr neu errichtete Dixi-Werkstatt im Automobilmuseum. Dabei zeigte er die über Transmissions-Riemengetriebe angetriebenen historischen Werkzeugmaschinen in voller Aktion und gab umfangreiche Erläuterungen zum Werkstattbetrieb der 1920er und 30er Jahre.

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Di 28.08.2018 08:35

Einladung zum markenoffenen Oldtimertreffen zum Denkmaltag 2018

Am 9. September 2018, um 11.00 Uhr findet die Auftaktveranstaltung zum bundesweit veranstalteten "Tag des offenen Denkmals" wieder in der ehemaligen Ostkantine des früheren Automobilwerkes (Gebäude O5) statt.
Diese Veranstaltung wird unter dem Motto "Mobiles Kulturgut trifft offenes Denkmal" auch in diesem Jahr traditionell mit einem markenoffenen Oldtimertreffen dem Gelände zwischen Automobilmuseum und Ostkantine umrahmt.
Eingeladen sind alle Fahrer historischer Fahrzeuge und Youngtimer, marken- und typenunabhängig vom Traktor bis zum Moped, um in lockeren Benzingesprächen den diesjährigen Saisonabschluss vorzubereiten.
Der Verein Automobil-Museum e.V. hat zusammen mit der Stiftung Automobile Welt Eisenach für Deftiges aus der Gulaschkanone, Bratwurst vom Rost und Getränke gesorgt. Dazu gibt es natürlich auch Kaffee und Kuchen in der Ostkantine.
Der Besuch lohnt sich für jeden und an diesem Tag ist der Eintritt in das Automobilmuseum auf 5 € reduziert. Zweimal am Tag gibt es eine ausführliche Sonderführung durch die Dixi-Werkstatt im Museum.
Der Zutritt zur Ostkantine und zum Ausstellungsgelände ist für alle Gäste und Aussteller frei!
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Mi 22.08.2018 09:47

Die VW-Radkappe aus einem Wartburg jetzt im Museum

Matthias Doht, Enrico Martin v.l.n.r.Enrico Martin vom Wartburgfahrerclub übergab an den AWE-Museumsleiter Matthias Doht eine VW-Radkappe mit handschriftlichen Unterschriften darauf. Diese Radkappe hat eine besondere Geschichte:
Unter strengster Geheimhaltung war 1983 im Automobilwerk Eisenach ein Wartburg 353 angeliefert worden, der sofort in eine einzelne Garage auf dem Betriebsgelände hinter der ehemaligen Betriebspoliklinik verbracht wurde und dort eingeschlossen wurde. Nach einer zusätzlichen Verschwiegenheitsverpflichtung bekamen zwei Versuchs-Ingenieure aus dem Bereich Forschung und Entwicklung vom damaligen Technischen Direktor den Auftrag dieses Fahrzeug in Augenschein zu nehmen. Dies geschah nachts unter sehr spektakulär anmutenden Bedingungen, denn in der Garage gab es kein Licht. Im Schein der Taschenlampen sahen dann die beiden AWE-Ingenieure, dass in diesem Wartburg ein VW-Motor längs eingebaut war. Dies war für alle Beteiligten schon eine Überraschung, denn vom anstehenden Geschäft der DDR zum Kauf von VW-Motoren hatte im AWE zu diesem Zeitpunkt noch keiner eine Ahnung.
Der Wartburg 353 war ohne Wissen des Automobilwerks Eisenach auf oberste ministerielle Anordnung dem IFA-Vertreib Berlin entnommen und nach Wolfsburg geschafft worden. Dort sollte die Versuchsabteilung von VW ein Muster schaffen, mit dem nachgewiesen werden sollte, dass der VW-Golf-Motor mit 1300 cm³ Hubraum in den Wartburg 353 eingebaut werden kann.
Da die Besichtigung dieses Versuchs-Warburgs nachts in der dunklen Garage nicht viel brachte, wurde der Wagen dann auch unter größter Geheimhaltungsstufe in den AWE-Betriebsteil Buchenau verbracht. Dort analysierten die Mitarbeiter der Abteilung Forschung und Entwicklung dieses Auto und nahmen es komplett auseinander. Dabei kam jene Radkappe zum Vorschein, auf der die damaligen VW-Kollegen einen inoffiziellen Gruß an die Kollegen nach Eisenach sandten. Die Radkappe zierten nämlich eine handschriftliche Grußbotschaft von Wolfsburg nach Eisenach und die Unterschriften der in Wolfsburg beteiligten.
Da dieses Korpus Delikte im DDR-System ein schwerer Verstoß - nämlich die Kontaktaufnahme mit dem Klassenfeind - darstellen konnte, ließen die Buchenauer AWE-Kollegen die Radkappe schnell verschwinden, damit diese kein offizieller Vertreter der Betriebs- oder Parteileitung sehen konnte. So war dieser Gruß von West nach Ost sicher verwahrt und erst nach der Wende 1990 kam die Geschichte in der Vollständigkeit ans Tageslicht. Michael Stück, der Eisenacher Automobilchronist, hatte die Radkappe in den Wendewirren in seinem privates Archiv gesichert. Dort hat diese Radkappe nun Enrico Martin in seinem Nachlass wiedergefunden.
Der Wartburg mit dem von Wolfsburg längs eingebauten VW-Motor erwies sich übrigens nicht fahrsicher und schon gar nicht serienfähig. Man hatte aus Platzgründen Motor und Getriebe ein Stück in den Fußraum des Innenraums geschoben und damit auch die Fahrstabilität und die Proportionen erheblich gestört.
Die VW-Radkappe wird auch nach Beendigung der Sonderausstellung "30 Jahre Wartburg 1.3" einen dauerhaften Platz in der Automobilausstellung des Museums finden. Gilt sie doch als kleines Zeichen der menschlichen Verständigung unter Kollegen auch in Zeiten der politischen Klassengegensätze über die Grenzen hinweg.

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Di 14.08.2018 13:18

Graffiti-Bild mit Wartburg 353 hängt nun im Museum "automobile welt eisenach"

v.l.n.r.: Matthias Doht, Dr. Jörg Hansen, Heidi Günther, Max Kosta (Foto: J. Zlotowisz)Auf Initiative der Eisenacher Tourismusgesellschaft (EWT) hat der in der Region ansässige Graffitikünstler und Kunstmaler Max Kosta drei Bilder für die Wartburg, das Bachhaus und das Automobilmuseum geschaffen. Mit diesen in Graffititechnik hergestellten Bildern soll auch werbetechnisch die Verbindung der drei Eisenacher Museen gezeigt werden. In einem gemeinsamen Termin wurden die modernen Kunstwerke nun vom Künstler selber an die EWT-Geschäftsführerin Heidi Günther, Bachhausdirektor Dr. Jörg Hansen und den Leiter des Automobilmuseums Matthias Doht übergeben.
Das auf einem Holzbrett gestaltete Wartburg 353- Bild hat zwischenzeitlich seinen dauerhaften Platz innerhalb der chronologischen Ausstellung im Automobilmuseum im Raum B gefunden, direkt gegenüber von dem abgebildeten Fahrzeug. Das Bild ist als Kunstpostkarte ab sofort auch an der Kasse des Museum für 1,20 € erwerbbar.

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Fr 10.08.2018 18:18

Ausstellung wieder ein Stück erweitert

Ausstellungswand ''Neues Auto - Neuer Name''Noch rechtzeitig vor dem internationalen Wartburgfahrer-Treffen wurde im Automobilmuseum die Geschichtswand "Neues Auto - Neuer Name" im Bereich des Moduls Nachkriegszeit 1945 - 1965 fertiggestellt. Hierauf wird besonders der Wartburg 311 gewürdigt. Mit der Präsentation des Neuen Autos unter dem neuen Namen "Wartburg" begann 1956 ein neuer Zeitabschnitt nach dem Krieg. Der Wartburg 311 leitete im Automobilwerk n Eisenach eine Aufbruchstimmung ein, wurde er doch in 9 verschiedenen Karosserievarianten hergestellt und in 31 Länder exportiert. Durch seine eigene Formsprache, die das Werk des Eisenacher Designers Hans Fleischer war, ist er bis heute ein unverwechselbares Automobil mit hohem Wiedererkennungswert und einer treuen Fangemeinde.

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